Warum entsteht eine Narbenhernie? Risiken nach vorangegangenen Bauchoperationen

    Autor: Op. Dr. Gökhan Ateş · Veröffentlicht: 28. Juni 2026 · Aktualisiert: 28. Juni 2026

    Artikel-Kurzfassung

    Die Narbenhernie entsteht durch Schwächung der Bauchwand entlang einer alten OP-Narbe. Wundheilung, Bauchinnendruck und Begleiterkrankungen beeinflussen das Risiko.

    Eine Narbenhernie entsteht, wenn die Bauchwand entlang einer früheren OP-Narbe schwach wird. Sie fällt meist Monate bis Jahre später auf.

    Wie entsteht sie?

    Die Heilung bildet neues Bindegewebe. Jeder Faktor, der dessen Festigkeit stört, kann prädisponieren.

    Risikofaktoren

    • Postoperative Wundinfektion
    • Chronischer Husten, Verstopfung
    • Diabetes, Adipositas, Rauchen
    • Mangelernährung, Langzeit-Steroide
    • Frühe schwere körperliche Belastung
    • Bindegewebseigenschaften

    Höheres Risiko

    Mediane Laparotomien, Notfall-OPs, kontaminierte Eingriffe. Laparoskopie ist risikoärmer, Port-Hernien möglich.

    Abklärung und Therapie

    Klinische Diagnose; Ultraschall/CT bei komplexen Fällen. Symptomatische oder gefährdete Hernien werden meist mit Netz repariert.

    Häufig gestellte Fragen

    Rezidiv nach Narbenhernie?

    Höheres Risiko als bei Primärhernien; Netz reduziert dies.

    Wann tritt sie auf?

    Meist in den ersten 1–2 Jahren, mitunter später.

    Nicht-operatives Vorgehen?

    Kleine, symptomfreie Hernien können beobachtet werden.

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    Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Patienteninformation. Diagnose und Behandlung sollten nach ärztlicher Untersuchung und individueller Bewertung festgelegt werden.