Endoskopie, Manometrie und pH-Metrie bei Hiatushernie

    Autor: Op. Dr. Gökhan Ateş · Veröffentlicht: 31. Juli 2026 · Aktualisiert: 31. Juli 2026

    Artikel-Kurzfassung

    Endoskopie ist erste Wahl für die Anatomie; Manometrie für Motilität und Wahl der Fundoplikatio; pH-Metrie für den objektiven Refluxnachweis.

    Drei Untersuchungen dominieren Diagnostik und OP-Planung: Endoskopie, hochauflösende Manometrie und 24-Stunden-pH-/pH-Impedanz-Metrie.

    Kurze Antwort

    Endoskopie für Anatomie und Mukosa, Manometrie für Motilität und UÖS, pH-Metrie für Refluxnachweis. Die OP-Entscheidung stützt sich auf alle drei.

    Endoskopie

    Erste Wahl: Hernie, Ösophagitis (LA-Grad), Barrett, Cameron-Läsionen. Bei Alarmsymptomen sofort.

    Hochauflösende Manometrie

    Peristaltik und UÖS-Druck objektiv; schließt Achalasie aus; leitet die Wahl Nissen vs Toupet.

    24-Stunden-pH / pH-Impedanz

    Goldstandard des objektiven Refluxnachweises. pH-Impedanz erfasst auch nicht-sauren Reflux.

    Priorisierung

    • Alarmsymptome – zuerst Endoskopie
    • Vor OP – Endoskopie + Manometrie + pH-Metrie
    • Atypischer/laryngealer Reflux – pH-Impedanz
    • Motilitätsverdacht – Manometrie

    Häufig gestellte Fragen

    Ist Endoskopie schmerzhaft?

    Gut tolerierbar, häufig unter Sedierung.

    Wer braucht Manometrie?

    Alle OP-Kandidaten und Motilitätsverdacht.

    PPI vor pH-Metrie absetzen?

    Üblich 7 Tage PPI, 3 Tage H2 – ärztliche Anweisung befolgen.

    Barium statt Manometrie?

    Zeigt Anatomie, nicht Funktion; Manometrie bleibt nötig.

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    Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Patienteninformation. Diagnose und Behandlung sollten nach ärztlicher Untersuchung und individueller Bewertung festgelegt werden.